... auch wenn es in der Natur von Wänden liegt, zumindest grundlegend an Ort und Stelle zu bleiben.
In der "6020", dem tiroler Multimediamagazin, war heute druckfrisch_aufm_Frühstückstisch zu lesen, was uns aufgeklärte Mediennutzer nicht mal im Sommer hinterm Ofen vorzulocken im Stande ist: Internetkriminalität. Betont lokalkoloriert plätschert der Artikel zunächst als sanftes Bächlein geschickt die Klippen "Neuigkeit" und "Recherche" umschiffend dahin und nimmt dann auf Seite drei [große Bilder wenig Text] Abschied vom ausgenudelten Flussbett um, gemessen an der Publikumsvorbildung, über die Ufer zu treten.
"An Computer sind die User da schon sensibilisiert., Sicherheitssoftware fürs Handy hingegen wird zwar immer mehr angeboten, von vielen Nutzern aber noch als unnötig erachtet - was soll bei einem so kleinen Ding schon großes passieren?"
Derart getriggert und von den mangenden Möglichkeiten des eigenen mobilen Endgerätes schon fast in die Arme der Smartphone-Maffia getrieben, genügte eine kurze Konsultation der Suchmaschine meines Vertrauens, vollends für Frustration zu sorgen: die keimenden Hoffnungen der eben im Barcamp kennengelernten Online-Erlösmodelle verloren fast augenblicklich drei bis vier Watt bezüglich der Leuchtkraft des schönen Scheins. Kein warmer Regen ohne bewölkte Himmel, heißt keine technische Neuerung ohne Anschub des kriminellen Innovationspotentiales.
An dieser Stelle sei verwiesen auf Xonio, Handy- und Mobile Computing Profis, und Ihre Artikelsammlung der schrecklichen Dinge. Diese ist, wenn auch ein Jahr alt, nicht weniger erschreckend als die folgenden Verweise, mit besten Empfehlungen aus Leipzig.
Rückblick: Abwiegelung "bis 2007"auf silicon.de [2005]
Zustand: Umfrage 2008, welche im "Focus" allerdings auf gleicher Grundlage tatsachengetreuer Relativierung und Stirnrunzeln zur Folge hatte.
Informiert? Gut. Dann müssen Sie nur die Sicherheitssoftware noch selber installieren - ein Probeabo für den Ernstfall ist über die namhaften Anbieter nämlich derzeit noch kostenfrei zu beziehen.
Das perfekte Geschäftsmodell:
Viren programmieren + Virenschutz verkaufen = Perpetuum "Mobile 2.0"
Kommentiert von: Knut | 18. Mai 2008 um 03:36 Uhr